Rürup-Rechner: Steuervorteil der Basisrente 2026 berechnen

Ein Rürup-Rechner zeigt dir, wie viel Steuern du mit einer Basisrente sparst und was dich dein Beitrag nach Abzug der Ersparnis netto kostet. Genau diese beiden Zahlen entscheiden, ob sich Rürup für dich lohnt, denn der Steuervorteil in der Ansparphase ist das zentrale Argument dieser Vorsorgeform. Mit dem Rechner direkt unter diesem Absatz ermittelst du deinen persönlichen Steuervorteil für 2026 in wenigen Sekunden.

Rürup-Rechner: Steuervorteil 2026
Sonderausgabenabzug der Basisrente, live berechnet
Alleinstehend · max. 30.826
Zusammenveranlagt · max. 61.652
■ Nettoaufwand■ Steuerersparnis
Absetzbar (100 % seit 2023)6.000
Effektiver Nettoaufwand3.720
Steuerersparnis pro Jahr2.280(38 % vom Beitrag)
Näherung: Ersparnis = absetzbarer Beitrag × Grenzsteuersatz, Höchstbeträge 2026. Die Rente wird später nachgelagert besteuert (100 % bei Rentenbeginn ab 2058). Beiträge zur gesetzlichen Rente und anderen Basisversorgungen zählen auf den Höchstbetrag mit an.

Was ein Rürup-Rechner zeigen muss

Ein guter Rürup-Rechner beantwortet drei Fragen. Erstens: Wie viel deines Beitrags kannst du als Sonderausgaben absetzen? Seit 2023 sind es 100 Prozent bis zum jährlichen Höchstbetrag. Zweitens: Was bringt dir das bei deinem Grenzsteuersatz? Je höher dein zu versteuerndes Einkommen, desto größer die Ersparnis pro eingezahltem Euro. Drittens: Was kostet dich der Beitrag netto, also nach Abzug der Steuerersparnis? Erst dieser Nettoaufwand macht Rürup mit anderen Anlageformen vergleichbar.

Höchstbeträge 2026

Für das Jahr 2026 kannst du als Alleinstehender bis zu 30.826 Euro an Beiträgen zur Basisversorgung steuerlich geltend machen, bei Zusammenveranlagung sind es 61.652 Euro. Wichtig: In diesen Höchstbetrag fließen auch deine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem Versorgungswerk ein. Wer als Angestellter bereits hohe Pflichtbeiträge zahlt, hat entsprechend weniger Spielraum für Rürup. Selbstständige ohne Pflichtversicherung können den Rahmen dagegen oft weitgehend ausschöpfen.

Beispielrechnung: 10.000 Euro Beitrag bei 42 Prozent

Angenommen, du zahlst 2026 einen Beitrag von 10.000 Euro in einen Rürup-Vertrag und dein Grenzsteuersatz liegt bei 42 Prozent. Dann sinkt dein zu versteuerndes Einkommen um 10.000 Euro und du sparst rund 4.200 Euro Steuern. Dein effektiver Nettoaufwand liegt bei 5.800 Euro, obwohl die vollen 10.000 Euro in den Vertrag fließen. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer können die Ersparnis noch etwas erhöhen, die genaue Wirkung hängt von deiner individuellen Situation ab.

Steuerersparnis nach Grenzsteuersatz

Die Tabelle zeigt die überschlägige Steuerersparnis für verschiedene Jahresbeiträge und Grenzsteuersätze, ohne Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Die tatsächliche Ersparnis kann abweichen, weil der Grenzsteuersatz mit sinkendem zu versteuerndem Einkommen fällt.

Jahresbeitrag

30 % Grenzsteuersatz

38 % Grenzsteuersatz

42 % Grenzsteuersatz

6.000 €

1.800 €

2.280 €

2.520 €

12.000 €

3.600 €

4.560 €

5.040 €

24.000 €

7.200 €

9.120 €

10.080 €

Die Kehrseite: nachgelagerte Besteuerung und Bindung

Der Steuervorteil heute hat einen Preis. Die spätere Rente ist steuerpflichtig, der Besteuerungsanteil steigt je nach Rentenbeginn schrittweise an und erreicht für Neurentner im Jahr 2058 die vollen 100 Prozent. Außerdem ist die Basisrente bewusst unflexibel: Es gibt keine Kapitaloption, das Guthaben wird ausschließlich als lebenslange Rente ausgezahlt. Kündigen kannst du den Vertrag nicht, möglich ist nur die Beitragsfreistellung. Ein ehrlicher Rürup-Rechner stellt dem Steuervorteil in der Ansparphase deshalb immer die Steuerlast in der Rentenphase gegenüber.

Für wen sich Rürup lohnt

Am stärksten profitieren Selbstständige und Freiberufler ohne gesetzliche Rentenversicherungspflicht: Sie haben sonst kaum staatlich geförderte Vorsorgewege und können die Höchstbeträge weitgehend nutzen. Auch für Gutverdiener mit hohem Grenzsteuersatz kann die Basisrente attraktiv sein, weil die Ersparnis pro Euro Beitrag dann am größten ist. Wer dagegen einen niedrigen Steuersatz hat oder maximale Flexibilität braucht, fährt mit anderen Bausteinen wie ETF-Sparplan oder Fondspolice oft besser. Die Entscheidung sollte immer auf einer Vergleichsrechnung beruhen, nicht auf dem Steuervorteil allein.

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Häufige Fragen

Wie viel kann ich 2026 absetzen?

Für 2026 liegt der Höchstbetrag bei 30.826 Euro für Alleinstehende und 61.652 Euro bei Zusammenveranlagung, absetzbar zu 100 Prozent als Sonderausgaben. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem Versorgungswerk werden auf diesen Rahmen angerechnet.

Bekomme ich die Steuerersparnis automatisch?

Nein. Du machst die Beiträge in der Steuererklärung in der Anlage Vorsorgeaufwand geltend, die Erstattung kommt dann mit dem Steuerbescheid. Selbstständige können alternativ ihre Steuervorauszahlungen anpassen lassen, dann wirkt die Ersparnis schon unterjährig.

Was passiert bei einer Kündigung?

Eine Kündigung mit Auszahlung ist bei der Basisrente nicht möglich, das ist gesetzlich so vorgesehen. Du kannst den Vertrag nur beitragsfrei stellen: Die Einzahlungen stoppen, das vorhandene Guthaben bleibt bis zum Rentenbeginn im Vertrag und wird später als lebenslange Rente ausgezahlt.

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