ETF-Sparplan-Rechner: Endkapital mit Zinseszins berechnen

Mit einem ETF-Sparplan-Rechner findest du in wenigen Sekunden heraus, wie viel Endkapital aus deiner monatlichen Sparrate werden kann. Du gibst Sparrate, Laufzeit und erwartete Rendite ein und der Rechner zeigt dir das mögliche Endkapital inklusive Zinseszinseffekt. Mit dem Rechner direkt unter diesem Absatz kannst du dein eigenes Szenario sofort durchspielen: Passe Rate, Laufzeit und Rendite an und beobachte, wie sich dein Endkapital verändert.

ETF-Sparplan-Rechner
Endkapital mit Zinseszins, live berechnet
heutein 20 Jahren
■ Depotwert┄ eingezahlt
Eingezahlt48.000
Wertzuwachs42.250
Endkapital nach 20 Jahren90.250
Modellrechnung mit konstanter Rendite, vor Steuern (Vorabpauschale, Abgeltungsteuer) und ohne Inflation. Vergangenheit garantiert keine Zukunft.

Wie ein ETF-Sparplan-Rechner rechnet

Die Grundlage ist der Zinseszins: Deine Erträge werden wieder angelegt und erwirtschaften selbst wieder Erträge. Bei einem Sparplan kommt jeden Monat eine neue Rate dazu. Jede einzelne Rate arbeitet dann unterschiedlich lange für dich, die erste Rate volle 30 Jahre, die letzte nur einen Monat. Der Rechner zinst jede Rate einzeln auf und addiert alle Ergebnisse zum Endkapital.

Du musst das nicht von Hand rechnen, genau dafür gibt es den Rechner. Wichtig ist nur das Prinzip dahinter: Je länger dein Geld investiert bleibt, desto stärker wächst es, weil der Zinseszins mit der Zeit exponentiell wirkt. Deshalb hat die Laufzeit einen größeren Einfluss auf dein Ergebnis als kleine Unterschiede bei der Sparrate.

Welche Annahmen sind realistisch?

Die wichtigste Stellschraube ist die erwartete Rendite. Für ein weltweit gestreutes Aktienportfolio waren langfristig etwa 5 bis 7 Prozent pro Jahr realistisch, gemessen an historischen Zeiträumen über mehrere Jahrzehnte. Diese Werte gelten vor Kosten und Steuern und sie sind keine Garantie für die Zukunft: Einzelne Jahre können deutlich besser oder schlechter laufen und auch längere Durststrecken kommen vor.

Für deine Planung heißt das: Rechne lieber konservativ. Wer mit 5 oder 6 Prozent plant und am Ende mehr bekommt, freut sich. Wer mit 9 Prozent plant, riskiert eine Lücke in der Altersvorsorge, die sich später kaum noch schließen lässt. Rechne am besten mehrere Szenarien durch und schau dir die Spannweite an.

Beispielrechnung: Das wird aus deiner Sparrate

Die folgende Modellrechnung zeigt, welches Endkapital sich bei 6 Prozent Rendite pro Jahr ergibt, jeweils vor Kosten und Steuern. Alle Werte sind gerundet und keine Prognose für die tatsächliche Entwicklung.

Monatliche Rate

Nach 10 Jahren

Nach 20 Jahren

Nach 30 Jahren

100 €

ca. 16.400 €

ca. 46.200 €

ca. 100.500 €

200 €

ca. 32.800 €

ca. 92.400 €

ca. 200.900 €

300 €

ca. 49.200 €

ca. 138.600 €

ca. 301.400 €

Auffällig ist der Zeiteffekt: Bei 100 Euro Rate wächst das Kapital in den ersten 10 Jahren auf rund 16.400 Euro. In den letzten 10 der 30 Jahre kommen dagegen über 54.000 Euro dazu, obwohl du in beiden Zeiträumen jeweils 12.000 Euro einzahlst. Genau das ist der Zinseszinseffekt: Die Zeit arbeitet umso stärker für dich, je früher du anfängst.

Für Finanzberater: Mit fonder rechnest du solche Szenarien live im Kundengespräch, vergleichst ETF-Depot und Fondspolice inklusive Kosten und Steuern und zeigst deinem Kunden visuell, was aus seiner Sparrate wird. Mehr zur Beratungssoftware

Was der Rechner nicht zeigt

Ein einfacher ETF-Sparplan-Rechner blendet drei Dinge aus, die dein reales Ergebnis spürbar verändern. Erstens die Steuern: Auf Erträge im Depot fällt Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag an, wobei bei Aktien-ETFs dank Teilfreistellung 30 Prozent der Erträge steuerfrei bleiben. Dazu kommt während der Laufzeit die Vorabpauschale, eine jährliche Vorwegbesteuerung auf thesaurierende Fonds.

Zweitens die Kosten: Jeder ETF hat laufende Kosten (TER), die deine Rendite direkt schmälern. Drittens die Inflation: Ein Endkapital von 100.000 Euro in 30 Jahren hat deutlich weniger Kaufkraft als heute. Wenn du realistisch planen willst, ziehst du von deiner Renditeannahme gedanklich Kosten und Inflation ab und betrachtest das Ergebnis nach Steuern.

Sparplan im Depot oder in der Fondspolice?

Der gleiche ETF-Sparplan lässt sich auch im Versicherungsmantel besparen, also als fondsgebundene Rentenversicherung. Im Depot punkten niedrige Kosten und volle Flexibilität. Die Fondspolice bietet dafür steuerfreie Umschichtungen während der Laufzeit und steuerliche Vorteile in der Auszahlphase. Was am Ende mehr bringt, hängt von Laufzeit, Kosten und deiner Situation ab. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Artikel Fondspolice vs. ETF-Sparplan.

Häufige Fragen

Welche Rendite soll ich ansetzen?

Für ein breit gestreutes weltweites Aktienportfolio sind 5 bis 7 Prozent pro Jahr vor Kosten und Steuern eine übliche langfristige Annahme. Konservative Planer rechnen mit 5 Prozent, optimistische mit 7 Prozent. Rechne am besten beide Varianten durch, dann siehst du die Spannweite deiner möglichen Ergebnisse und planst nicht auf Kante.

Wie stark wirkt 1 Prozent mehr Kosten?

Deutlich stärker, als die kleine Zahl vermuten lässt. Ein Prozentpunkt Kosten pro Jahr wirkt wie ein Prozentpunkt weniger Rendite und dieser Abschlag verstärkt sich über die Jahre durch den Zinseszins. Über mehrere Jahrzehnte kann das einen erheblichen Teil des Endkapitals ausmachen. Wie du Kostenquoten richtig vergleichst, liest du im Artikel zu den Effektivkosten der Fondspolice.

Sind die Ergebnisse garantiert?

Nein. Der Rechner zeigt eine Modellrechnung mit gleichmäßiger jährlicher Rendite. Reale Märkte schwanken und dein tatsächliches Endkapital kann höher oder niedriger ausfallen. Gerade zum Ende der Laufzeit können schwache Börsenjahre das Ergebnis spürbar verändern. Plane deshalb mit Puffer und prüfe deinen Sparplan regelmäßig.

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