Frühstart-Rente: 10 Euro vom Staat fürs Kinderdepot ab 2026

Zehn Euro pro Monat vom Staat, angelegt in einem echten Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes: Das ist die Idee der Frühstart-Rente. Sie ist neben dem Altersvorsorgedepot der zweite große Baustein der Altersvorsorge-Reform. Stand Juli 2026 hat das Kabinett die Eckpunkte beschlossen, das verbindliche Gesetz ist aber noch in Arbeit. Hier liest du, was geplant ist, wer zuerst profitiert und was Familien und Berater jetzt schon daraus machen können.

Was ist die Frühstart-Rente?

Die Frühstart-Rente ist ein staatlich angeschobenes Altersvorsorge-Depot für Kinder. Der Staat zahlt nach den Eckpunkten monatlich 10 Euro in ein Wertpapierdepot ein, das auf den Namen des Kindes läuft. Das Kapital wird am Kapitalmarkt angelegt und soll über die lange Laufzeit bis zum Rentenalter vom Zinseszins profitieren. Später soll das Depot privat weiterbespart werden können.

Der Gedanke dahinter: Wer mit 6 Jahren startet, hat bis zum Renteneintritt rund 60 Jahre Anlagehorizont. Schon kleine Beträge wachsen über diesen Zeitraum zu relevanten Summen heran, und Kinder lernen früh den Umgang mit Kapitalmarktanlagen.

Wer profitiert zuerst? Der gestaffelte Start

Anders als zunächst diskutiert sollen nicht sofort alle Kinder zwischen 6 und 17 Jahren gefördert werden. Geplant ist ein gestaffelter Einstieg nach Geburtsjahrgängen:

  • Zum Start: Kinder des Geburtsjahrgangs 2020, also die zum Programmstart Sechsjährigen.

  • Im Folgejahr: zusätzlich der Jahrgang 2021, während der Jahrgang 2020 weiter gefördert wird.

  • Danach: schrittweise weitere Jahrgänge nach demselben Muster.

Wichtig als Einordnung: Diese Staffelung stammt aus den Eckpunkten der Bundesregierung. Bis das Gesetz verabschiedet ist, können sich Details wie Jahrgänge, Beträge und der genaue Starttermin noch ändern.

Zeitplan: Wann geht es los?

Ursprünglich war ein Start rückwirkend zum 01.01.2026 im Gespräch. Stand Juli 2026 liegt das verbindliche Gesetz noch nicht vor, entsprechend gibt es auch noch keine zertifizierten Produkte und keine Anbieterliste. Seriöse Aussagen zu Konditionen sind erst nach Verabschiedung und Produktzulassung möglich. Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald es einen festen Rahmen gibt.

Frühstart-Rente und Altersvorsorgedepot: Zwei Bausteine, eine Reform

Beide Instrumente gehören zur selben Reform der privaten Altersvorsorge, richten sich aber an unterschiedliche Gruppen: Die Frühstart-Rente startet das Vorsorge-Depot für Kinder, das Altersvorsorgedepot ist das geförderte Wertpapierdepot für Erwachsene und startet zum 01.01.2027. Denkbar ist, dass ein Frühstart-Depot später in ein Altersvorsorgedepot übergeht. Den aktuellen Stand der Reform findest du unter Altersvorsorgedepot: Aktueller Stand und Zeitplan.

Was Familien jetzt tun können

Auf die Frühstart-Rente warten muss niemand. Wer heute für sein Kind vorsorgen will, kann bereits ein Junior-Depot mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan einrichten, die staatlichen 10 Euro kämen später schlicht dazu. Entscheidender ist der frühe Start selbst: Beim Anlagehorizont von mehreren Jahrzehnten arbeitet der Zinseszins stärker als jede Förderung.

Und die eigene Altersvorsorge der Eltern bleibt die Basis: Ein gefördertes Kinderdepot ersetzt keine Ruhestandsplanung. Wer die eigene Versorgungslücke noch nicht kennt, startet am besten dort.

Für Finanzberater: Die Frühstart-Rente ist ein natürlicher Gesprächsöffner für Familien-Beratung: vom Kinderdepot über die Absicherung der Eltern bis zur Reform 2027. Wer die Fördermechanik früh erklären kann, positioniert sich vor dem Produktstart. Mehr zur Beratungssoftware

Häufige Fragen

Wie viel zahlt der Staat bei der Frühstart-Rente?

Nach den Eckpunkten 10 Euro pro Monat, also 120 Euro im Jahr, angelegt in einem Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes. Endgültige Beträge stehen erst mit dem Gesetz fest.

Ab wann gibt es die Frühstart-Rente?

Ein verbindlicher Starttermin steht noch aus. Diskutiert wurde ein rückwirkender Start zum 01.01.2026 mit gestaffeltem Einstieg ab Geburtsjahrgang 2020. Stand Juli 2026 ist das Gesetz noch nicht verabschiedet.

Kann ich das Depot selbst besparen?

Vorgesehen ist, dass das Depot über die staatliche Einzahlung hinaus privat aufgestockt werden kann. Zu Grenzen und Konditionen gibt es noch keine finalen Regelungen.

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